Patrik Widmer
Biel war schon immer anders, einzigartig, bunt und etwas verrückt. Das Kopieren der Bausünden von anderswo macht uns jedoch nur gleich. Gleich einfältig, konform, grau und bünzlig. Anders sein bedingt eigene, innovative Wege zu gehen. Die Zukunft gehört den Mutigen.

Markus Waldvogel
Die A5-Fans schenken keinen reinen Wein ein: Eine Mehrbelastung der bestehenden Strasse von Biel nach La Neuveville / Neuchâtel wäre katastrophal. Da würden nur alte Verkehrstodsünden (Engelberg, Twann, La Neuveville) aufgepeppt. Geht es aber nur um einen zusätzlich Zubringer zur Stadt, ist der Preis schlicht zu hoch. Was also wollen die Westast-Freunde? Offensichtlich doch eine attraktivere Strasse Richtung Westen mit der Option für einen späteren Ausbau?

"Laddi" Pritpal Singh, cuisinier et gérant du "Casa Miracoli"
Die Leute sagen, sie lieben die Natur. Und sie lieben Bio. Doch sie betonieren alles zu. Ich finde es sehr schade, wenn die Stadt den Seeanschluss verliert. Wer möchte schon neben der Autobahn spazieren oder picknicken? Die Autobahn bringt auch gar nichts. Überall, wo sie Autobahnen bauen, gibt es noch mehr Stau.
 
Markus Brunner
Sympton-Verstärkung
Statement Text: Mehr Strassenfläche zieht mehr Verkehr an, was hinlänglich bekannt ist.
Förderung von Langsamverkehr, insbesondere der sicheren Fahrradwege in der Stadt, bringt Menschen vermehrt vom Auto auf's Velo und fördert so auch das Leben- und Wohnklima in Biel.
 
Leo Horlacher
Fünf Autobahnanschlüsse A5 für GesamtBiel sind genug. Es braucht keine weiteren fünf A5-Anschlüsse entlang vom A5-Westast. Es gibt zur Fertigstellung der A5 einen 2,6 km kürzeren Weg, also gegen drei Milliarden billiger als die NordWestroute.
 
Kathrin Schlup
Die geplanten Ausfahrten bringen mehr Verkehr direkt in die Stadt. Wartezeiten im Stau werden noch länger, Fussgänger und Anwohner leiden und das Ladensterben in Biel geht weiter. Bis der Westast gebaut ist, hat Biel ganz andere Bedürfnisse. Biel braucht eine zukunftsgerichtete Planung, die sich an Menschen und nicht an Fahrzeugen orientiert.
 
Rico Bodenmann
Meh outobahne=meh verchehr
 
Christoph Borer, Zauber
Ich bin fest überzeugt, dass sich der Verkehr innerhalb eines Jahrzehntes stark verändern wird, und dadurch ein solches Projekt wie der Westast komplett falsch ist.
 
Kathrin Leuenberger, Puppenspielerin
Der Westast: ...manche Äste kann man einfach absägen und weg sind sie ...den Westast ...nein den nicht ...ein Hartnäckiger ist er ...ein Dicker ...ein Grosser ...viel zu gross für das kleine, schöne, aber starke Biel ...manche übertreiben gerne ...die Anschlüsse Biel-Centre und Biel-West zerstören die Stadt ...wo bleibt da der gesunde Menschenverstand?

Tomas Sauter, Musiker
Ich war kürzlich am Neuenburgersee zwischen Saint-Blaise und dem Zentrum zu Fuss unterwegs. Die Landschaft und das Seeufer wären wunderschön, gäbe es da nicht dauernd diesen Verkehrslärm im HIntergrund. Der Westast würde Biel eine vergleichbare Situation bringen - nämlich dass eine der schönsten Zonen für immer nachhaltig gestört wird durch dröhnenden Verkehr. Offene Ein-, Ausfahrten und Autobahnen gehören nicht in ein Stadtzentrum!  Wer sich die Situation nicht vorstellen kann, soll bitte mal zur Anschauung an den Neuenbrugersee reisen.

Christine De Gasparo, Raumplanerin, Mutter von 3 Kindern
Wer nur kurze Strecken in der Freizeit fährt, kann problemlos auf den öV oder aufs Velo umsteigen. Zudem befindet sich die Mobilität zurzeit im Wandel und wir wissen nicht genau, wie diese in 20 Jahren aussieht.

Kathrin Schlup, engagierte Einwohnerin von Biel.
Die geplanten Ausfahrten bringen mehr Verkehr direkt in die Stadt. Wartezeiten im Stau werden noch länger, Fussgänger und Anwohner leiden und das Ladensterben in Biel geht weiter. Bis der Westast gebaut ist, hat Biel ganz andere Bedürfnisse. Biel braucht eine zukunftsgerichtete Planung, die sich an Menschen und nicht an Fahrzeugen orientiert.

Brigitte Hirsig, Geschichtenerzählerin
Ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft im Schatten der Bäume von der Altstadt zum Strandboden schlendern kann. Ich wünsche mir, dass in Biel der See und die Stadt zusammen bleiben. Ich wünsche mir weniger Autolärm und mehr Fahrradrauschen. ... Übrigens: Wer A sagt, muss nicht B sagen, er kann auch einsehen, dass A falsch war. Lasst uns grossherzig auf den Westast verzichten.

Raimund Rodewald, Landschaftsschützer
Die Bemühungen zur Aufwertung des Stadtbildes von Biel tragen langsam Früchte. Der A5-Westast würde diese Entwicklung zunichte machen. Städte wie Neuenburg wehrten sich mit Erfolg für eine landschafts- und ortsbildschonende Stadtdurchfahrt. Das muss auch in Biel möglich sein!

Katharina Fuhrer, Bielerin
Der West-Ast, so wie er heute geplant ist, schneidet die Stadt Biel von ihrem wichtigsten Erholungsgebiet, nämlich dem Bielersee ab. Eine brutale Schneise durch städtischen Lebensraum.

Ueli Denzler, Familienvater und Sachbearbeiter Immobiliendienst, Biel
Eine zeitgemässe Stadtautobahn sollte möglichst diskret sein und Innenstadt oder Quartiere entlasten. Der Westast ist aber genau das Gegenteil: Die zwei riesigen Anschlüsse der für das prognostizierte Verkehrsaufkommen überdimensionierte Autobahn bilden „Löcher“ in das Stadtgefüge, welche den See noch mehr von der Innenstadt abtrennen und pumpen den Autoverkehr mitten in die Innenstadt. Das kann doch keine Lösung für die Zukunftstadt Biel sein!

Beatrice Helbling-Giss, Bielerin
Qualität ist das A und O für Arbeitsplatz, Wohnen / Wohnlage, Luft, Freizeitgestaltung und Mobilität (sowohl individuell wie auch öffentlich). – Biel und Nidau bieten alle diese hochgeschätzten Qualitäten. – Damit diese Qualitäten auch für die nächsten Generationen garantiert werden können, muss zwingend das Ausführungs-Projekt der geplanten A5-Westumfahrung Biel neu überdacht werden.